Monatsspruch für Februar 2017

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Lk 10,5 (E)

Liebe Frau Rick,

von den Menschen islamischer Religion können Menschen christlicher Religion das lernen, was Ihnen eigentlich selbst eigen ist. Wenn sie sich ernsthalt begrüßen, dann heißt das „Salem aleikum.“ Frieden sei mit Dir. Und geantwortet wird: „Aleikum Salem.“ Mit Dir sei Frieden. Oder wie es der Evangelist Lukas ausdrückt für die Christen: „Friede diesem Haus.“

Friede diesem Haus! Stellen Sie sich das mal vor! Sie kommen in die Kaufhalle: Friede diesem Haus. Sie kommen in ein Büro: Friede diesem Haus. Sie kommen zu Freunden: Friedediesem Haus. Aber warum eigentlich nicht?

Was wünschen wir uns sonst: Guten Morgen und Guten Tag. Schönes Wochenende. Guten Appetit. Prost. Die Wünsche haben das Gute im Blick. Das wünschenswerte eben. Und gute Wünsche kann man nie zu viele haben, oder? Vielleicht wird der Tag nicht gut und das Wochenende nicht schön. Und sicher vergeht einem manchmal der Appetit. Aber Wünsche können die Zeit verändern und sie können den Wünschenden verändern.

So ist es mit dem Segen, den alle Religionen kennen. Er verändert die Welt. Den einen spricht er Kraft und Mut und Hoffnung zu. Die anderen stärkt er, weil sie etwas geben können, was diese Welt und die Menschen auf und in ihr so sehr brauchen: Gute Wünsche.

Schlechte Nachrichten und Beschreibungen der Realität haben wir genug. Sozusagen sogar im Überfluss. Die verstärken sich selbst. Die brauchen uns nicht dazu. Aber die Wünsche, die Ausblicke und die Hoffnungen, die brauchen uns dringender als je. Die brauchen unsere Unterstützung.

Deshalb ist es vielleicht doch gar nicht so abwegig von Mohammed sich neu auf Lukas aufmerksam machen zu lassen. Salem aleikum. Friede mit diesem Haus.